Titelfavorit am Ende eine Nummer zu groß für BBG Herford

 

BBG Muenster 2017 002 (39)

Die Rollen waren am Samstagabend in der Sporthalle des Friedrichs-Gymnasiums klar verteilt. Die BBG Herford empfing mit den WWU Baskets Münster einen der Topfavoriten auf den diesjährigen Titel der 1.Regionalliga. Lange gelang es dem Underdog aus Herford das Spiel offen zu halten, am Ende steht jedoch eine deutliche 77:106-Niederlage (22:21, 16:26, 28:27, 11:32) auf dem Papier. 

Konzentriert und entschlossen gingen die Männer der BBG Herford in die Partie, erwischten einen guten Start. Nach fünf gespielten Minuten sorgte Alan Boger mit einem erfolgreichen Dreipunktwurf für eine 15:9-Führung. Doch auch die Münsteraner zeigten sich treffsicher. Immer wieder gelang es den WWU Baskets aus der Mitteldistanz durch Jan König zum Erfolg zu kommen, verkürzten so bis zum Ende des Viertels auf 22:21. Was in den ersten vier Minuten des zweiten Viertels passieren sollte konnte sich wohl zu diesem Zeitpunkt noch keiner der über 450 Zuschauer vorstellen. Die Mannschaft um BBG-Headcoach Will Massenburg erwischte einen denkbar schlechten Start in das zweite Viertel, musste zusehen wie die Gäste aus Münster, unbeeindruckt von der starken Gegenwehr der Herforder, mit einem 16:0 Lauf auf 22:37 auf und davon zogen.


In der Offensive agierten die Hausherren in dieser Phase häufig überhastet und bekamen in der Defensive keinen Zugriff mehr auf die Spieler der WWU Baskets. Will Massenburg: „Ich habe versucht den Startspielern eine Auszeit zu geben und zu rotieren. Wir haben daraufhin defensiv unseren Fokus verloren“. Erst zwei erfolgreiche Freiwürfe von BBG-Forward Kris Douse unterbrachen den Lauf der Münsteraner und brachten die Werrestädter von nun an wieder zurück in die Partie. Mit der Halbzeitsirene gelang es erneut Alan Boger mit einem Dreier den hohen Rückstand auf nur noch neun Punkte zu verkürzen.  Doch auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeber einen schlechten Start, ließen die WWU Baskets beim Stand von 41:61 sechs Minuten vor Ende des dritten Viertels wieder komfortabel davonziehen. Es folgte der große Auftritt des BBG-Aufbauspielers Carlbe Ervin, welcher in den folgenden Minuten 20 seiner insgesamt 32 Punkte erzielte und quasi im Alleingang den Rückstand auf vier Punkte zum 66:70 verkürzte. Doch die WWU Baskets Münster präsentierten sich humorlos und spielten die BBG Herford im entscheidenden Viertel an die Wand. Die Werrestädter wirkten zunehmend erschöpft und zahlten dem großen Kraftaufwand der Aufholjagd in den letzten zehn Minuten Tribut. Mit 77:106 gewinnt der Favorit aus Münster letztendlich verdient und erobert sich mit dem Auswärtssieg die Tabellenspitze zurück. Beste Werfer auf Seiten der BBG waren Carlbe Ervin (32 Pkt.) und Kris Douse (24 Pkt.), auf Seiten der Münsteraner traf Stefan Weß mit 21 erzielten Punkten am häufigsten.

Für die Herforder geht der Blick nach vorne. Am kommenden Samstag wartet mit den Art Giants aus Düsseldorf der nächste schwere Gegner auf die Mannschaft um Will Massenburg. Dieser zeigte sich optimistisch mit Blick auf die kommende Begegnung: „Wir haben phasenweise gezeigt, dass wir mit einem Topteam der Liga mithalten können, darauf wollen wir aufbauen.“

Punktestatistik
BBG Herford:
Ervin (32), Douse (24), Humke (9), Boger (6), Landgraf (3), Behrens (2), Herr (1)

Topscorer Münster: Weß (21), J. König (18), A. König (17), Leavitt (13), Woltering (13), Massing (10)

 

BBG Muenster 2017 002 (33)

Stimmen zum Spiel

Will Massenburg: Wir wussten natürlich alle, dass es sehr schwierig werden würde gegen Münster zu gewinnen. Sie haben eine sehr starke und ausgeglichene Mannschaft. Ich wusste, dass wir ein perfektes Spiel abliefern müssen um das Spiel spannend zu gestalten. In der ersten Hälfte des zweiten Viertels habe ich dann versucht den Startspielern eine Pause zu geben und zu rotieren. Wir haben daraufhin defensiv unseren Fokus verloren und die WWU Baskets haben das eiskalt ausgenutzt. In einigen Phasen haben wir aber gezeigt, dass wir mit einem Topteam der Liga mithalten können, darauf müssen wir für das nächste Spiel aufbauen. Ein Dank geht an alle Zuschauer: es war klasse so viele Fans in der Halle zu sehen und ich hoffe, dass das Team im nächsten Heimspiel wieder solch einen Support erhält!

Julian Schütz: Das Team hat es unter einem extrem hohen Kraftaufwand geschafft das Spiel lange offen zu halten. Nachdem wir den Turnaround aber leider nicht geschafft haben ist den Jungs zum Ende hin leider die Kraft ausgegangen. Deswegen ist die Niederlage am Ende auch deutlicher ausgefallen als es der Spielverlauf vermuten ließ.

 

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